Die australische Luftfahrtbehörde hat einen vorläufigen Untersuchungsbericht zu diesem Vorfall (Spiegelartikel) veröffentlicht. Als Folge fiel unter anderem auch das komplette Instrumentenlandesystem aus und die Piloten sind nach Sichtflugregeln gelandet. Die Explosion im Rumpf wurde durch einen defekten Sauerstofftank verursacht. Die genaue Ursache für die Explosion steht jedoch noch nicht fest. Der Jumbo soll nach der Reparatur wieder in den Linienbetrieb gehen.
Der Untersuchungsbericht kann hier heruntergeladen werden. Auch ein Blick in dieses PDF-Dokument ist empfehlenswert: ausführliche Darstellung anhand von Skizzen und Bildern & dazugehöriger Text.
Ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing B747-209F/SCD der Kalita Air ist gestern nach einem Startabruch auf einem Flughafen nahe bei Brüssel auseinanderbrochen. Die fünfköpige Crew konnte das Flugzeug unverletzt verlassen. Das Flugzeug ist wohl ein Totalverlust:
Auf dem Flughafen London-Heathrow, einem der größten Flughäfen der Welt, ist es zu einer Bruchlandung einer Boeing B-777 der British Airways gekommen. Bei dem Unfall wurden glücklicherweise nur einige Passagiere leicht verletzt. Die Unglücksursache kam ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungeklärt.
Aber die Boeing-Luftfahrtingenieure können stolz auf ihre Konstruktion sein. Das rechte Fahrwerk, man sieht es auf dem ersten Bild im Vordergrund liegen, ist an den (vorher berechneten) Sollbruchstellen gebrochen, ohne die Struktur zu beschädigen. Die eigentliche Struktur des Flugzeuges, die Zelle aus Luftfahrtaluminium, hat die enormen Kräfte des Aufschlages “gut” weggesteckt, blieb aber in der Form erhalten, wodurch die Passagiere im Inneren gut zu den Flugzeugtüren gelangen konnten. Die Flugzeugtüren selbst haben sich beim Aufschlag nicht verzogen und konnten wahrscheinlich wie im “Normalzustand” leicht geöffnet werden und so die schnelle Evakuierung ermöglichen.
Während die Spekulationen über die genaue Unglücksursache weiter anhalten, wurde die bruchgelandete Boeing B777 inzwischen geborgen.
Update III (Ende Mai 2008):
Nach knapp 4 Monaten ist jetzt ein erster Untersuchungsbericht zu Flug BA38 erschienen [Interessant sind auch die dortigen Leserkommentare zu dieser Thematik]. Die genaue Unglücksursache bleibt aber weiterhin unklar.
Gestern ist es zu einem schweren Unfall bei einem Triebwerkstest auf dem Flughafen Toulouse-Blagnac (Heimatflughafen des Flugzeugherstellers Airbus) gekommen. Ein Airbus A340-600, für die Fluggesellschaft Etihad Airways bestimmt, löste sich bei einem abschließenden Triebwerkstest und prallte auf eine Lärmschutzmauer. Bei dem Unglück gab es mehrere Schwerverletzte. Warum sich das Flugzeug löste ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Das Flugzeug selbst ist wohl ein Totalschaden.
Solche (Prüfstand-)Tests, bei denen die Triebwerke teilweise unter Maximalleistung laufen, werden gemacht um die verschiedenen Systeme noch einmal zu testen und dabei letzte Parameterwerte zu überprüfen.
Am 22. November 2003, während des Irakkrieges, hebt das nicht voll beladene DHL-Frachtflugzeug vom Typ Airbus A300-B4-203(F) vom Bagdad International Airport zu einem Frachtflug ab. Kurz nach dem Start (Aufgrund der unklaren Verhältnisse [z. B. Boden-Luft-Raketen] am Boden war das Ziel so schnell wie möglich an Höhe zu gewinnen) wird das Flugzeug in 2500m (8000Ft) Höhe von einer schultergestützen Boden–Luft-Rakete an der linken Tragfläche getroffen und schwer beschädigt.
Beim Einschlag der Rakete wird auch einer der Kerosintanks, die sich im Flügel befinden, stark beschädigt und fängt Feuer.
Deutlich kritischer ist der Schaden an der getroffenen Hydraulik. Die komplette Hydraulik, auch alle redundanten Hydrauliksysteme fallen aus. Damit sind alle Klappen, Spoiler etc. funktionsunfähig und damit ist das Flugzeug eigentlich nicht mehr steuerbar. Dieser Umstand wird nicht einmal bei der Zulassung zum Verkehrspiloten geübt, da man davon ausgeht, dass zu keinem Zeitpunkt während des Fluges alle drei Hydrauliksysteme gleichzeitig ausfallen.
Nur mit Hilfe des noch steuerbaren Schubs der beiden Triebwerke gelingt es jedoch der Crew (3 Besatzungsmitglieder) mehrere Kreise über Bagdad zu drehen und dabei das „neue“ Flugverhalten auszutesten und das Frachtflugzeug somit zu steuern. Nach 16 Minuten wird ein erster Landeversuch unternommen, der jedoch abgebrochen wird.
Nach 25 Minuten setzen die Piloten zu einem erneuten Landeversuch an. Da die Hydraulik ausfallen ist, lässt sich das Fahrwerk nicht automatisch ausfahren. Aus diesem Grund muss das Fahrwerk manauell, also per Hand, ausgefahren werden. Im Cockpit gibt es dafür eine Kurbel, mit der die Fahrwerksverkleidung geöffnet werden kann und das Fahrwerk entriegelt wird und dann durch sein Eigengewicht aus dem Fahrwerksschacht „fällt“. Dies gelingt auch erfolgreich und das Flugzeug setzt dann auf der Landebahn auf, gerät jedoch nach links ins „Kiesbett“ in den Wüstensand.
Der Wüstensand bremst das Flugzeug jedoch stark ab und nach 600m kommt es zum stehen. Die Crew trägt dabei nur leichte Verletzungen davon.
Mit dieser (den Umständen entsprechend) perfekten Landung hat die Crew eine wirkliche fliegerische Meisterleistung hingelegt.
Stark beschädigte linke Tragfläche:
Das Flugzeug wurde wieder flugfähig gemacht und stand für einige Zeit zum Verkauf. Der jetzige Verbleib ist jedoch nicht bekannt.
Gestern musste erneut eine Dash 8, die offiziell Bombardier QSeries heißt, auf dem Müchner Flughafen ohne Bugfahrwerk notlanden. Nachdem die Piloten beim Landeanflug auf Florenz merkten, dass das Bugfahrwerk des Flugzeugs nicht mehr funktionsfähig war, kehrten Sie zurück nach München um. Bei der Notlandung wurde niemand verletzt.
Damit bleibt dieses Flugzeugmuster weiterhin in den Schlagzeilen, nach dem vor kurzem bereits 2 Flugzeuge (jeweils Dash 8 Q400)der Fluggesellschaft SAS notlanden mussten. Für diese beiden Unfälle wird inzwischen Korrosion am Fahrwerk als mögliche Unfallursache angesehen.
An Flugzeugfahrwerke werden heutzutage hohe Anforderungen gestellt. Bei der Konstruktion müssen daher zahlreiche Forderungen und Aspekte berücksichtigt werden: u. a. das Flugzeuggewicht (+Lastvielfache bei der Landung) muss sicher getragen werden, geringe Wartungskosten, das Gewicht muss gleichmäßig auf den Boden verteilt werden, damit es z.B. keine Bodenwellen gibt (vor allem wichtig bei großen Flugzeugen wie dem Airbus A380 und der Boeing B747). Die Fahrwerkskonstruktion (und die entsprechenden Zulassungstests) eines Airbus A380 oder einer Boing B747 ist daher entsprechend aufwendig und teuer.
Die Fahrwerksbeine werden aus Stahlguss hergestellt. Bei einer Boeing B737 kostet nur das Fahrwerksbein selbst circa 170 000 Dollar.
Trotz jahrzehntelanger Erfahrung bei Konstruktion und Wartung kommt es auch heute noch zu Unfällen bei denen Fahrwerksversagen die Hauptursache ist:
Vergangene Woche verunglückten gleich zwei Dash Q-400 (Flugzeughersteller Bombadier) der Fluggesellschaft SAS aufgrund von gebrochenen Fahrwerksbeinen.
Zum Glück wurde niemand wirklich schwer verletzt. Es ist noch unklar ob es sich hier nicht vielleicht um einen Konstruktionsfehler handelt.
Ende 2006 riss sich eine TNT-Frachtmaschine des Typs B737 bei einem ersten missglückten Landeversuch ein Fahrwerk ab. Beim zweiten Versuch gelang die Notlandung mit nur einem Hauptfahrwerk.
Vor zwei Jahren (im September 2005) ging dieses Bild von einer A320 der Fluggesellschaft JetBlue um die Welt als sich das Bugfahrwerk vor der Landung um 90° zur Landerichtung verdrehte.
Der Airbus A380 ist zurzeit auf einer Asien-Tour unterwegs, um zukünftige A380-Fluggesellschaften/Flughäfen im asiatischen Raum zu besuchen.
Auf dem internationalen Flughafen von Bankok kollidierte beim Push-Back** vom Gate der linke Flügel des A380 mit dem Tor eines Hangars, dabei wurde der “Wingtip Fence” stark beschädigt. Verletzt wure bei diesem Unfall zum Glück niemand.
Nach mehreren Stunden Verspätung aufgrund der Reparaturen (beide “Wingtip Fences” wurden entfernt) konnte der Superjumbo dann mit seinen VIP - Gästen abheben.
Sowohl Piloten als auch das Bodenpersonal müssen sich noch an die enorme Größe des Flugzeugs gewöhnen, dass fast 80m Spannweite hat und daher auch deutlich mehr Platz als alle anderen Flugzeuge benötigt.
Auf der japanischen Insel Okinawa ist heute eine Boeing 737-800 der China Airlines kurz nach der Landung in Flammen aufgegangen. Alle 165 Insassen, darunter 2 Babys, sowie die Crew konnten über Notrutschen entkommen.
Laut Fernsehberichten hatte ein Mitarbeiter am Boden auslaufendes Kerosin bemerkt und sofort die Rettungskette ausgelöst. Das Flugzeug selbst wurde dabei komplett zerstört.
Aufgrund solcher Ereignisse muss jeder neue Flugzeugtyp erfolgreiche Evakuierungstests [”Alle Personen raus in 90 Sekunden”] nachweisen. Diese stellen bei jeder Zulassung eine Hürde dar.
Die Unglücksursache für den heute verunglückten Airbus A320 der brasiliansischen Fluggesellschaft TAM steht wohl fest. Die erst vor einer Woche wieder freigegebene Startbahn des Flughafens in São Paulo hat(te) noch keine eingearbeiteten Rillen um Regenwasser abzuleiten. Der A320 setzte wohl bei strömenden Regen auf und es kam zu Aquaplaning, dadurch rutschte das Flugzeug über die Landebahn, dann über eine 6 spurige Autobahn und dahinter in ein anliegendes Gebäude und explodierte sofort. Mehr als 200 Todesopfer sind dabei zu beklagen. So wie der ganze Unglückshergang bisher aussieht, wäre das Unglück wie wahrscheinlich fast immer, vermeidbar gewesen.