Die australische Luftfahrtbehörde hat einen vorläufigen Untersuchungsbericht zu diesem Vorfall (Spiegelartikel) veröffentlicht. Als Folge fiel unter anderem auch das komplette Instrumentenlandesystem aus und die Piloten sind nach Sichtflugregeln gelandet. Die Explosion im Rumpf wurde durch einen defekten Sauerstofftank verursacht. Die genaue Ursache für die Explosion steht jedoch noch nicht fest. Der Jumbo soll nach der Reparatur wieder in den Linienbetrieb gehen.
Der Untersuchungsbericht kann hier heruntergeladen werden. Auch ein Blick in dieses PDF-Dokument ist empfehlenswert: ausführliche Darstellung anhand von Skizzen und Bildern & dazugehöriger Text.
Ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing B747-209F/SCD der Kalita Air ist gestern nach einem Startabruch auf einem Flughafen nahe bei Brüssel auseinanderbrochen. Die fünfköpige Crew konnte das Flugzeug unverletzt verlassen. Das Flugzeug ist wohl ein Totalverlust:
Nachdem der Dreamliner in letzter Zeit nur mit möglichen Verspätungen Schlagzeilen gemacht hat, wurden jetzt neue Bilder (insgesamt 40) von der Produktion der Boeing B787 auf der Website CNNmoney.com veröffentlicht.
Bild 9/10/11: Diese Bilder zeigen, wie die Kohlefaserbauteile hergestellt werden. Von 300 Rollen (Englisch: spools) werden die Stränge (Englisch: strands) zu Kohlefaserlagen (Englisch: sheets) zusammengeführt. Anschließend werden die Lagen übereinander gelegt und mit einem speziellen Epoxidharz (Fachbegriff: Matrix) bestrichen. In einem speziellem Offen [Bild 14] (Fachbegriff: Autoklave) werden die Kohlefaserlagen miteinander verbacken, z.B. zu einem Rumpfsegment. Kohlefaserverbundwerkstoffe sind ein Produkt der Luft- und Raumfahrttechnik.
Bild 20: Abbildung von einem der beiden Triebwerke. Hier fällt die enorme Größe des Fans auf. Auch wurde die Anzahl der Blades (Schaufelblätter) reduziert. Dafür sind die Blades deutlich größer und “geschwungener”, u. a. wurden durch diese Maßnahmen die Effizienz des Flugzeuges deutlich gesteigert.
Die Auslieferung der ersten B787 Dreamliner an den Erstkunden All Nippon Airways (ANA) verzögert sich wahrscheinlich um 18 Monate auf Ende 2009. Damit treten die Größenordnungen bei den Verspätungen auf, die seit langem in Luftfahrtkreisen spekuliert werden (Blogartikel Sept. 07).
Beim Dreamliner, der Boeing B787 scheint es wohl laut dem Wall Street Journal zu weiteren Verzögerungen zu kommen. Ein zentrales Bauteil, die wing box muss überarbeitet werden. Ein solcher Prozess ist zwar bei der Entwicklung eines neuen Verkehrsflugzeuges nichts ungewöhnliches, kann jedoch unter Umständen zu einem Verzug des Zeitplanes führen. Bereits im letzten Jahr wurde über weitere Verzögerungen beim Boeing B787 - Programm spekuliert
Die Wing box ist ein zentrales Bauteil, dass sich zwischen den Flügel im Rumpf des Flugzeuges befindet. Über die Wing box werden die auftretenden Lasten (Eigengewicht aber hauptsächlich aerodynamische Kräfte) des Flügels möglichst gleichmäßig in den Rumpf übertragen.
Nachdem der Boeing B787 Dreamliner gegen Ende des Jahres 2007 kaum in den Nachrichten war, gibt es jetzt einige Neuigkeiten zum Dreamliner.
Trotz deutlich verstärkter Anstrengungen ist es Boeing nur teilweise gelungen den selbst gesteckten Zeitplan einzuhalten. Das Flugzeugmuster soll in Rekordzeit zugelassen werden. Normalerweise werden alleine für den Zulassungsprozess eines modernen Flugzeuges 1-2 Jahre benötigt. Hinzu kommt, dass das Flugzeug komplett aus Faserverbundwerkstoffen besteht und nicht mehr aus konventionellem Aluminium. Weitere Verzögerung sind daher gut möglich.
Auch wurde in letzter Zeit die geplante Bordelektronik stark kritisiert (http://www.heise.de/newsticker/meldung/101320 ), da diese möglicherweise für IT-Angriffe von den Passagiersitzen aus anfällig sein könnte. Warum wird die Bordelektronik überhaupt mit dem Inflight Entertainment-System verbunden? An die Flugzeughardware werden enorme Anforderungen gestellt, wenn diese Systeme zusammengeschaltet werden steht mehr Rechenleistung zu Verfügung und die Prozesse können besser verteilt werden. Auch kann das System schnell erweitert und modernisiert werden. Dabei gibt es aber auch die kritisierten Nachteile.
Zweigängiges (Englisch: Twin aisle //Gänge zwischen den Sitzreihen) Langstreckenflugzeug.
Sitzplätze: 210 bis 250 Passagiere
Reichweite: bis zu 8,200 nm (15,200 Kilometer)
[Anmerkung: Eine Seemeile/nautical mile sind 1852m, Woher kommt diese Zahl: 1852m entsprechen einer Winkelminute des Erdumfanges, ein 60istel vom 60istel vom 60istel]
Flügelspannweite: 60m
Länge: 57m
Reisefluggeschwindigkeit: Mach 0.85
Maximales Abfluggwicht: 219,5 Tonnen
Programmmeilensteine:
* 892 Bestellungen [Stand: April 2008] ([Theoretischer?] Listenpreis: 150 Millionen Dollar)
* Erstflug für Ende 2008 geplant
* Zertifizierung/Entry into service ab 2009
Auf dem Flughafen London-Heathrow, einem der größten Flughäfen der Welt, ist es zu einer Bruchlandung einer Boeing B-777 der British Airways gekommen. Bei dem Unfall wurden glücklicherweise nur einige Passagiere leicht verletzt. Die Unglücksursache kam ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungeklärt.
Aber die Boeing-Luftfahrtingenieure können stolz auf ihre Konstruktion sein. Das rechte Fahrwerk, man sieht es auf dem ersten Bild im Vordergrund liegen, ist an den (vorher berechneten) Sollbruchstellen gebrochen, ohne die Struktur zu beschädigen. Die eigentliche Struktur des Flugzeuges, die Zelle aus Luftfahrtaluminium, hat die enormen Kräfte des Aufschlages “gut” weggesteckt, blieb aber in der Form erhalten, wodurch die Passagiere im Inneren gut zu den Flugzeugtüren gelangen konnten. Die Flugzeugtüren selbst haben sich beim Aufschlag nicht verzogen und konnten wahrscheinlich wie im “Normalzustand” leicht geöffnet werden und so die schnelle Evakuierung ermöglichen.
Während die Spekulationen über die genaue Unglücksursache weiter anhalten, wurde die bruchgelandete Boeing B777 inzwischen geborgen.
Update III (Ende Mai 2008):
Nach knapp 4 Monaten ist jetzt ein erster Untersuchungsbericht zu Flug BA38 erschienen [Interessant sind auch die dortigen Leserkommentare zu dieser Thematik]. Die genaue Unglücksursache bleibt aber weiterhin unklar.
Das nachfolgende Video zeigt, wie sich Boeing das neue Design für die Inneneinrichtung der Boeing B747-8 Interkontinental vorstellt. Orientiert hat man sich dabei am neuen Boeing B787 Dreamliner, aus dem einige Designelemente übernommen worden sind.
Sehr elegant wirkt die neue Brücke und die moderne LED-Deckenbeleuchtung, die ihre Farbe und Helligkeit stufenlos variieren kann. Ob später alle vorgestellten Ideen auch verwirklicht werden, müssen die Fluggesellschaften beim Kauf entscheiden. Zu sehen sind jedoch einige wirklich clevere Lösungen für den FLugzeuginnenraum, die für zusätzlichen Comfort sorgen.