Jetzt doch wieder Internet an Bord von Flugzeugen

Nach dem bereits vor einigen Jahren ein erster Versuch Internet an Bord von Flugzeug zu etablieren gescheitert ist , wird nun wahrscheinlich doch noch ein zweiter Anlauf gemacht. Die Gründe für das bisherige Scheitern waren zum einen die happigen Verbindungsgebühren von mehreren Dollar/Euro pro Stunde und zum Anderen, dass viele Geschäftsreisende (die eigentliche Zielgruppe) den Flug als Ruhephase genießen: man kann in Ruhe arbeiten/schlafen ohne dass minütlich das Telefon klingelt/der Blackberry eine Mail meldet. Auch die Technik ist ziemlich aufwendig und teuer: An Bord des Flugzeugs wählen sich die Laptops der Geschäftsleute per WLAN ein, diese Signale werden dann an  eine drehbare Antenne [kleine Satelittenschüssel] auf der Rumpfoberseite des Flugzeugs geschickt, diese richtet sich nach einem eigenen Satelitten aus und hält ständig “Augenkontakt”, das Signal wird also vom Flugzeug über den Satelitten an eine Bodenstation gesendet, die das Ganze ins Internet weiterroutet. Antennen, Satelitten (für eine globale Signalabdeckung), Betreibergesellschaft bilden eine Kostenpunkt von ca. 100 Millionen Euro, man darf also gespannt sein ob es diesmal mit dem Internet über den Wolken klappt.

Die Lufthansa-Website kündigt derzeit an, dass es wieder Internet über den Wolken geben wird [http://80.242.134.46/flynet2004/de/].

Um das Internet über den Wolken zu testen, gab es sogar eine eigene Testmaschine:

siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Connexion_by_Boeing

Eine Alternative zu indirekten Satelittenverbindungen sind direkte Boden - Luftverbindungen. Die Firma OnAir (http://www.onair.aero/) bietet eine solche Lösung an. Dabei soll in erster Linie auch Mobilfunk an Bord ermöglicht werden (zusätzlich soll es aber auch noch eine Internet/TV - Anbindung geben).

veröffentlicht am 02 Aug 2007 in den Kategorien: Boeing, Flugzeug, Luftfahrttechnik

One Response to “Jetzt doch wieder Internet an Bord von Flugzeugen”

  1. […] Daneben bemüht sich Panasonic wieder Internet an Bord zu ermöglichen um so das ganze Produktportfolio aus einer Hand anbieten zu können (eigener Blog-Artikel zu diesem Thema). […]

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